Die wirkliche Freude

Der dritte Adventsonntag heißt Gaudete. Er steht im Zeichen der Freude. Freude ist zunächst etwas Subjektives: Damit wir sie wirklich wahrnehmen, muss sie vom einzelnen Menschen empfunden oder ausgedrückt werden. Die Begegnung mit einem lieben Freund; der Gruß einer bekannten;

Des Markus großartige Überschrift

Es hat den Anschein, als wäre Weihnachten Mitte Dezember schon wieder vorbei: zumindest nach dem Abschnitt, der im Gottesdienst am 2. Adventsonntag gelesen wird (Mk 1,1-8). Da geht es schon um Johannes d. Täufer, wie er zur Umkehr aufruft und

Symphonie im Himmel

Es ist auffällig und ein bisschen eigenartig: Die heilige Cäcilia ist eine der wenigen Heiligen, deren Andenken der kirchliche Kalender nicht auslässt, selbst wenn Sonntag ist. Das liegt natürlich nicht daran, weil sie bedeutender gewesen wäre als andere Heilige. Genaugenommen

Unser größter Schatz

Ziemlich sicher kommt Ihnen das bekannt vor. Das Handy läutet, meine Mutter ist dran und sagt: „Wir fahren dann am Sonntag nach Bayern: Irgendjemand muss auf den Hund schauen“. Bis vor wenigen Jahren hatten meine Eltern so einen treuherzigen Freund

Leopold von Österreich: der Alltagsrealist

Er will gar nicht so recht ins Evangelium und erst recht nicht in unsere Zeit passen: dieser Mann, der Herrscher wird, obwohl ihn seine Bürger gar nicht wollen; der selbst von sich sagt, dass er unmöglich raffgierig ist; der seine

Evangelium: Ende der Welt?

In der Rede von den Letzten Dingen warnt Jesus seine Jünger davor, allen möglichen Endzeit-Ängsten zu verfallen. Am Gedenktag des hl Andreas Dung-Lac (und von über 100 Märtyrern im Vietnam) bietet die Bahnlesung Anlass um inne zu halten. Und darüber

Kirche nicht nur ein Baumarkt

„Baumärkte offen, Kirchen zu. Das geht gar nicht“. So titelt die „Kleine Zeitung“ am Freitag der Osteroktav (17.4.). Der Schlachtruf bundesdeutscher Kulturkämpfer ist inzwischen auch im mittel- und südeuropäischen Raum angekommen. Und trifft in der Coronakrise den Nerv von vielen

Millionen bei der Frühmesse

Zu den Einrichtungen, die sich in der Covid19-Krise bewähren, gehört ganz ohne Zweifel die römisch-katholische Amtskirche. Auf allen Ebenen. Schnell, viel schneller als der den Vatikan umgebende Staat Italien, haben die Bischöfe im Stiefelstaat auf Krisenmodus umgeschaltet. „Participatio actuosa„: Das

Andauernder Dialog zwischen Gott und Mensch. Zur Frage nach theologischen Methoden von heute

Einleitung Ausgehend von den Veränderungen des Konzils stellt Walter Kasper mit dem Aufsatz aus dem Jahr 1967 die Frage, welche neue Methoden Theologie entwickeln kann, um weiterhin den Ansprüchen einer exakten Wissenschaft gerecht zu werden. Theologie müsse erklären, wie ein

Kein Gender im Jenseits

Der Evangelium-Abschnitt vom vergangenen Sonntag (32. Sonntag JK) erzählt den Disput Jesu mit einer Gruppe von Sadduzäern über die Auferstehung nach den Toten (Lk 20,27-38). Rhetorisch schlau verweisen die Sadduzäer auf die Schwager-Ehe im mosaischen Gesetz (Dtn 25,5), um jene